Grundlegende Informationen zur Wärmedämmung

Der Keller im Wandel der Zeit - vom Nutzraum zum hochwertigen Wohnraum

Die Bedeutung eines Kellers hat sich wie so vieles im Laufe der letzten Jahre und
Jahrzehnte stark gewandelt. Früher wurde ein Keller für die Vorratslagerhaltung genutzt,
um die Ernteerträge solange wie möglich „frisch“ zu halten. Diese große Vorratshaltung
entfällt heute, da zu jeder Zeit alles ganzjährig frisch eingekauft werden kann.
Ein weiterer Grund für den Bau eines Kellers war die Feuchtigkeit aus dem Erdreich vom
Wohnbereich fern zuhalten und somit Schimmel und Unbehaglichkeit in den Wohnungen
zu verhindern. Zusätzlich diente ein Keller im städtischen Bereich auch als Abstellfläche
für die einzelnen Wohnungen.

Heute wird ein reiner Lagerkeller nur noch selten benutzt. Die Lagerung in heutiger Zeit
bezieht sich hauptsächlich auf die Lagerung von Heizöl oder Holzpellets. Bei modernen
Wohngebäuden mit Wärmepumpe oder Fernwärme ausgestattet entfällt auch diese
Lagerung.

Die Frage stellt sich nun, ob ein Keller überhaupt noch sinnvoll ist, und wie er
grundsätzlich genutzt werden soll. In der Immobilienbranche gilt ein Haus mit Keller als
leichter zu veräußern als ein Haus ohne Keller. Die Art der Nutzung des Kellers sollte
deshalb vor der Planung eines Hauses stehen.
Keller früher Keller heute

Dämmung des Kellers (thermische Hüllfläche)

Ein Keller hat bei den meisten Bauwilligen nach wie vor einen hohen Stellenwert.
Mit der Entscheidung einen Keller zu bauen beginnt die Überlegung welche Nutzung
möchte ich für meinen Keller haben. Soll er als reine Abstellfläche dienen? Soll er dann
wirklich so groß sein, oder würde eine kleine Gartenhütte nicht auch ausreichen? Möchte
ich ein Büro oder ein Gästezimmer einrichten oder einen kleinen Fitnessraum? Da in den
meisten Fällen ein oder mehrere Räume als Wohnräume ausgeführt werden entsteht eine
komplett andere Nutzung. Die Dämmung des Kellers hängt von seiner künftigen Nutzung
ab.

Nutzung als Wohnraum (thermische Hülle mit Keller)

Nutzung als Lager- und Vorratskeller (thermische Hülle ohne Keller)

Der Gesetzgeber hat mit der Energieeinsparverordnung 2009 - kurz EnEV 2009 -
Mindeststandards für den Energiebedarf von Gebäuden und einzelnen Bauteilen
festgelegt. Mit diesen festgelegten Werten wird bei den heutigen Neubauten ein deutlich
besseres Qualitätsniveau erreicht als früher.

Im Rahmen des EnEV 2009 muss aber die Gebäudehülle und die Anlagentechnik
gemeinsam berücksichtigt werden. Dieser ganzheitliche Effekt wirkt sich vielfach aus: Ein
geringer Energiebedarf schont den Geldbeutel und die Umwelt, er erhöht das
Wohlbefinden der Bewohner sowie den Wert des Hauses. Denn die beste Energie ist
diejenige Energie die wir nicht benötigen.

Der Gesetzgeber legt in der EnEV 2009 zwei maßgebliche Werte für die Kennzeichnung
eines Effizienzhauses (EFH) fest. Ein Effizienzhaus 100 entspricht den Angaben der EnEV.

  • Den Primärenergiebedarf (Qp), er wird in Kilowattstunden pro Quadratmeter Nutzfläche und Jahr (kWh/(m²a)) dargestellt. Es ist ein Rechenwert, der den gesamten Aufwand für die Wärmeversorgung des Hauses addiert. Berechnet wird der gesamte Energieeinsatz von der Quelle an. Für Heizöl z.B. muss Rohöl aus dem Boden gefördert, aufbereitet und transportiert werden, bevor es im Haus als Brennstoff dienen kann.
  •  

  • Und den Transmissionswärmeverlust (HT'), er gibt die energetische Qualität der Gebäudehülle an. Der Transmissionswärmeverlust beschreibt den Wärmeverlust über die thermische Hülle des Gebäudes (Wände, Fenster, Decken, Dach und Boden). Der Wärmeverlust lässt sich durch eine hochwertige Wärmedämmung des Hauses erheblich senken.
Bei beiden Werten gilt: Je kleiner die Werte sind, desto besser ist das Gebäude.
Weiterhin sind diese beiden Werte ausschlaggebend für den Erhalt von Fördergeldern bei
der KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau).

Um Energie zu sparen, muss die Wärmedämmschicht die beheizten Räume lückenlos vor
dem unbeheizten Bereich schützen. Jede Lücke bildet eine Wärmebrücke, erhöht die
Gefahr der Schimmelpilzbildung an dieser Stelle und steigert den Energieverbrauch.
Wärmebrücken sind Bereiche mit geringerer oder gar keiner Dämmung, dadurch kommt
es zu einem überproportionalen Wärmeverlust. Neben den hohen Energieverlusten
können bei Wärmebrücken auch langfristig schwere Bauschäden auftreten. Da hier warme
Innenluft auf kalte Bauteile trifft, kann Feuchtigkeit kondensieren und nach einer
gewissen Zeit zu Schimmelpilzbildung führen.
Kontakt

Dürfen wir Ihnen behilflich sein oder haben Sie Fragen? Wir stehen Ihnen sehr gerne von:

Mo. bis Do. von 7:30 Uhr - 17:30 Uhr
Fr. von 7:30 Uhr -16:30 Uhr

zur Verfügung.

Wir freuen uns auf Ihren Anruf!

Telefon: 07305 9622-0